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Covid-19 – Rettet Telemedizin das Gesundheitssystem?

Updated: Mar 12

Aus Italien und anderen Ländern erreichen uns Berichte überlasteter Ärzte  aus Kliniken die zunehmend weniger Kapazitäten haben. Hausarztpraxen haben volle Wartezimmer. Dort sitzen mutmaßlich hochinfektiöse Patienten neben solchen die eigentlich gesund sind, dies aber bestätigt haben wollen. Manche Patienten suchen aus ganz anderen Gründen als die aktuelle Lungenerkrankung ärztlichen Rat. Wir hören auch von medizinisches Personal welches sich nicht unnötig gefährden möchte, bei zunehmend schwieriger Versorgung mit Schutzausrüstung.



Viele bestätigt Erkrankte oder sich in Quarantäne befindliche Personen, haben  keinen Zugang zu medizinsicher Hilfe und Beratung – hierzu müssten sie zwangsläufig  das Haus verlassen. Gerade für Menschen die noch andere Erkrankungen haben ist das nicht optimal.

Wie also schafft man es dass Krankenhäuser nur Patienten haben die dort auch hingehören? Wie wird sichergestellt dass Menschen in Quarantäne Zugang zu Medizin erhalten? Wie schonen wir gleichzeitig wichtige medizinische Ressourcen, wie z.B. persönliche Schutzkleidung, Krankenhausbetten, oder schlicht medizinisches Personal?

Unternehmen fragen sich wie Geschäftsreisende und Expatriates effizient betreut werden, ohne dass diese ein vielleicht bereits überlastetes lokales Gesundheitssystem nutzen. Und ohne sich und andere zusätzlichen unnützen Risiken aussetzen?

Lautet zumindest ein Teil der Antwort - TELEMEDIZIN? Bis vor kurzem hierzulande eher skeptisch betrachtet, setzen sich in vielen Ländern telemedizinische Ansätze durch. Ziel ist nie das traditionelle Gesundheitssystem zu ersetzen, dieses aber zu unterstützen.

Hier nur ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:


Frankreich:

Mindestens drei der national führenden Telemedizinanbieter bieten Ihre Leistungen in Zeiten von Corona kostenlos an. Unterstützt und beworben wird dies vom Gesundheitsministerium. Zwar mag man diese Aktion für Marketing halten, hilft sie doch Patienten aus den Notaufnahmen, Praxen, Krankenhäusern herauszuhalten – und somit Platz für die wichtigen Fälle zu schaffen, Infektionswege gar nicht erst zu öffnen.


Israel:

Führende Krankenhäuser arbeiten mit Telemedizin und halten so Patienten aus Kliniken heraus, bzw. führen z.B: Erstaufnahmeuntersuchung so weitgehend kontaktlos durch. Spezielle Diagnose-Kits werden direkt an der Tür von z.B. nicht mobilen oder sich in Quarantäne befindlichen Patienten abgelegt. Mit Hilfe dieser Kits verbinden sich die Patienten dann mit einem Arzt, der dann telemedizinisch den Patienten anleitet z.B. Blutdruck zu messen, Herztöne abzuhören, usw. Die dazugehörenden Geräte befinden sich im Kit. Es ist als hätte der Patient seine eigene kleine Praxis direkt in Haus, der telemedizinisch zugeschaltete Arzt kann fast alles tun was er auch im Pateintenzimmer machen würde - ohne Gefahr sich anzustecken.

Wie das in der Praxis assieht imVideo hier



Sicher, Telemedizin hat auch Grenzen! an diesen wird aber zunehmend gearbeitet.

So kann telemedizinisch keine Lunge geröntgt werden. Auch kann ein Labortest nicht daheim durchgeführt werden. Wohl kann aber eine notwendige Probenentnahme, unter Anleitung eines elektronisch zugeschalteten Arztes vom Patienten selber durchgeführt werden. Diese Probe müsste dann immer noch in einem Labor untersucht werden – was aber durchaus darstellbar ist. Unbestritten ist auch das telemedizinisch viele nicht COV-19 bezogene Krankheiten behandelt werden können, ohne dass der Patient das Haus verlässt.

E-Rezepte und Lieferapotheken tragen zusätzlich zu erfolgreicher und kontaktloser Behandlung bei.

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